Nutzung von Synergien: Gruppe Verteidigung übernimmt Projektleitung für das Mobile Sicherheitskommunikationssystem
Bern, 13.01.2026 — Das Mobile Sicherheitskommunikationssystem (MSK) löst bis 2035 das bestehende Polycom-Netz ab und bildet das Rückgrat der sicheren Kommunikation für Bund, Kantone und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Um Synergien mit dem Projekt Telekommunikation der Armee besser zu nutzen, hat der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, die Projektverantwortung neu dem Kommando Cyber der Gruppe Verteidigung zugewiesen. Bislang wurde das Vorhaben vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS geleitet.
Angesichts des Endes der Nutzungsdauer von Polycom im Jahr 2035 ist der Bedarf an einem einheitlichen, krisen- und ausfallsicheren System für die mobile breitbandige Sicherheitskommunikation von Bund, Kantonen und Dritten dringlich. Deshalb startet das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zusammen mit den Kantonen ein Vorprojekt für ein nationales MSK. Die Zusammenarbeit sowie die Integration der Kantone sind im Rahmen dieser Arbeiten zu klären und haben für das VBS von Beginn weg hohe Priorität.
MSK ist ein nationales, mobiles breitbandiges Sicherheitskommunikationssystem und wird grundsätzlich auf der Technologie bewährter, ziviler Services abgestützt. Dem Risiko von Kommunikationsausfällen wird mit der Degradationsfähigkeit des MSK-Architekturprinzips begegnet. Das System ist als modularer Verbund mehrerer, teilweise unabhängiger Komponenten aufgebaut. Die Redundanz wird primär durch den Einbezug bestehender, bewährter Infrastrukturen und durch den gezielten Aufbau eigener sicherheitskritischer Komponenten umgesetzt. MSK trägt wesentlich zur Digitalisierung bei und stellt sicher, dass die Kommunikation unter der Kontrolle von Bund, Armee und Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit (BORS) erfolgt.
Projektverantwortung beim Kommando Cyber
Aus Synergiegründen hat der Chef VBS, Bundesrat Martin Pfister, die Projektverantwortung dem Kommando Cyber zugewiesen. Bisher hatte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS das Vorhaben geführt. Die Lösungsarchitektur von MSK basiert auf jener des Projekts «Mitnutzung ziviler Dienste» (MzD) als Teil des Projekts «Telekommunikation der Armee». Mit dem Teilprojekt MzD werden zivile Datennetze für die Armee nutzbar gemacht und gehärtet, um die Resilienz und Krisenfestigkeit ihrer Kommunikationsdienste zu erhöhen. So können Synergien genutzt werden, wobei MSK und MzD als zwei eigenständige Projekte geführt werden. Die Integration der Nutzerorganisationen hat von Beginn an eine hohe Priorität.
Im Vorprojekt werden im Verlauf des Jahres die Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten, Finanzierung und die Projektorganisation MSK festgelegt. Die Projekt-Governance wird ebenfalls definiert und soll von den zuständigen kantonalen Regierungskonferenzen sowie dem Bundesrat verabschiedet werden.